Teil eines Werkes 
1. Th. (1862)
Entstehung
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Was ich Dir noch zu ſagen hätte, würde ein Buch ausmachen; was ich Dir noch ſagen kann iſt wenig. Auch drängt die Zeit, denn keine Sonne ſoll mich mehr in dieſem verruchten Baby⸗ lon begrüßen.

In welcher Gemüthszerrüttung Du mich fan⸗ deſt, als Du vom Balle heimkehrteſt, brauche ich Dir nicht erſt zu ſchildern. Ich las in Deinen er⸗ ſchrockenen Mienen die Verſtörtheit meiner Züge

deutlicher als in einem Spiegel. Ein Mädchen, das

einen leichtſinnigen Genußmenſchen in die ihm ge⸗ bührenden Grenzen zurück gewieſen was wäre das auch weiter geweſen. Wer ſeinen Nacken im Dienſte ſeiner Leidenſchaften beugt, muß es ſich ge⸗ fallen laſſen, wenn er den Fuß eines Stolzeren darauf fühlt. Aber nein, das war es nicht, mich traf eine härtere Demüthigung.

Unter dem Vorwande eines Arbeitgebers hatte ich mich bei den drei Geſchwiſtern Leutner, von de⸗ nen ich Dir ſchon erzählt, einzuſchmuggeln gewußt. Bertha, die älteſte, arbeitet faſt immer außer dem Hauſe und die junge Anna, ein Kind von zwölf bis dreizehn Jahren, iſt von der Koſenell zum Balleteorps einrangirt worden. So kam es denn,