mann der Schweſter zu, welche nach Antons Worten ent⸗ ſchlüpfen wollte.„Ihr ſeid gute Freunde, Herr Wohlfart wird an deiner Gegenwart keinen Anſtoß nehmen. Sprechen Sie, Freund, womit kann ich Ihnen dienen?“
Anton preßte die Lippen zuſammen und blickte wieder auf die Geliebte, welche an den Thürpfoſten gelehnt vor ſich nieder ſah.„Darf ich fragen, Herr Schröter,“ begann er endlich mit Ueberwindung,„ob Sie die Stelle gefunden haben, welche Ihre Güte mir vermitteln wollte?“
Sabine bewegte ſich unruhig, auch der Kaufmann ſah verwundert auf.„Ich glaube, Ihnen etwas anbieten zu können, aber eilt das ſo ſehr, lieber Wohlfart?“
„Ja,“ erwiederte Anton feierlich.„Ich habe keinen Tag zu verlieren. Meine Beziehungen zu der Familie Roth⸗ ſattel ſind jetzt völlig gelöſt, die furchtbaren Ereigniſſe, welche noch in den letzten Wochen durch meine Thätigkeit herbeigeführt wurden, haben auch meinen Körper ange⸗ griffen. Ich ſehne mich nach Ruhe. Regelmäßige Arbeit in einer fremden Stadt, wo mich nichts mehr an die Ver⸗ vangerheit erinnert, iſt mir jetzt Bedürfniß.“
Wieder bewegte ſich Sabine, ein ernſter Blick des Bru⸗ ders hielt ſte zurück.
„Und dieſe Ruhe, die auch ich für Sie wünſche, können Sie bei uns nicht finden?“ frug der Kaufmann.
„Nein,“ erwiederte Anton mit klangloſer Stimme,„ich bitte Sie mir nicht zu zürnen, wenn ich heut von Ihnen Ab⸗ ſchied nehme.“ 8.
„Abſchied!“ rief der Hausherr verwundert.„Ich ver⸗ ſtehe nicht, weßhalb das ſo eilig iſt. In unſerm Hauſe ſollen


