Teil eines Werkes 
3. Bd. (1855)
Entstehung
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wird eine Schaar kraftvoller Knaben herausſpringen, und ein neues deutſches Geſchlecht, dauerhaft an Leib und Seele, wird ſich über das Land verbreiten, ein Geſchlecht von Co⸗ loniſten und Gröbepern⸗

MNit wenigen herzlichen Worten zeigte Fink dem Freund ſeine Verlobung und den Tod der Baronin an. Ein ver⸗ ſtegelter Brief an Sabine lag dem Schreiben bei. Es war Abend, als der Poſtbote den Brief in Antons Zimmer brachte. Lange ſaß Anton den Kopf auf die Hand geſtützt vor der Botſchaft, endlich ergriff er den Brief an Sabine und eilte nach dem Vorderhaus. Er traf den Kaufmann im Arbeitszimmer und übergab dieſem den Brief. Der Kaufmann rief ſogleich Sabine herrein.Fink iſt verlobt, hier die Anzeige an dich. 3 Sabine ſchlug erfreut die Hände zuſammen und eilte auf Anton zu, aber ſie hielt erröthend auf dem Wege an, trug den Brief zur Lampe und öffnete. Es mußte nicht Vieles d darin ſtehen, denn ſie war im Augenblick zu Ende; ſie mühte ſich ernſthaft auszuſehen, aber der Mund gehorchte ihr nicht, ſie vermochte ein Lächeln nicht zu unterdrücken. Anton hätte zu anderer Zeit dieſe Stimmung mit leidenſchaft⸗ lichem Intereſſe beobachtet, heut achtete er kaum darauf. Sie bleiben doch heut Abend bei uns, lieber Wohlfart? frug der Kaufmann. Anton erwiederte:Ich ſelbſt wollte Sie bitten, mir einige Minuten zu ſchenken. Ich habe Ihnen etwas mitzu⸗ theilen. Er ſah unruhig auf Sabine. Maſſen Sie hören! Bleib, Sabine, rief der Kauf⸗