als zu dem letzten Verſteck, das er auf Erden noch hatte. Als er in die Nähe der Herberge kam, ſah er einen dunklen Schatten vor der Thür. Dort hatte der kleine Mann oft in der Dunkelheit geſtanden und auf den heimkehrenden Veitel gewartet. Auch heut ſtand er dort und wartete auf ihn. Der Unſelige fuhr zurück und wieder näher heran, die Thür war frei. Er fuhr mit der Hand nach einem verbor⸗ genen Drücker und ſchlüpfte hinein. Aber hinter ihm hob ſich wieder drohend der Schatten aus dem Dunkel eines vor⸗ ſpringenden Kellers, er glitt hinter ihm an die Thür und blieb dort regungslos ſtehen. Der Flüchtling zog ſeine Stiefeln aus und huſchte die Treppe hinauf. Er fühlte ſich im Finſtern an eine Stubenthür, öffnete ſie mit zitternder Hand und griff mach einem Schlüſſelbund ag des Wand. Mit den Schlüſſeln eilte er durch den Saal auf die Galerie, wie in weiter Ferke hörte er die Athemzüge ſchlafender Men⸗ ſchen. Er ſtand vor der Treppenthür. Ein heftiger Schauer ſchüttelte ſeine Glieder, wankend ſtieg er hinunter, Stufe auf Stufe. Als er den Fuß in das Waſſer ſetzte, hörte er ein klägliches Stöhnen. Er hielt ſich an die Holzwand, wie der Andere gethan, und ſtarrte hinunter. Wieder ſtöhnte es aus tiefſter Bruſt, er merkte, daß er es ſelbſt war, der ſo Athem holte. Mit dem Fuß ſuchte er den Gang im Waſſer. Das Waſſer war geſtiegen ſeit jener Zeit, es ging ihm hoch über das Knie, er hatte Grund gefunden und ſtand im Waſſer. Finſter war die Nacht, immer noch rieſelte der Regen durch die ſchwere Luft, der Nebel überzog Häuſer und Gale⸗ rien längs dem Fluſſe, nur undeutlich trat eine Waſſertreppe, ein ſtützender Pfeiler oder das Giebeldach eines Hauſes aus
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