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„Er wird uns einen Affront machen und wieder thö⸗ richtes Zeug reden,“ ſagte die kindliche Tochter.
„Ich habe ihm geſagt, was er ſprechen ſoll,“ antwortete die Mutter,„und er hat mir zugenickt zum Zeichen, daß er es hat verſtanden.“
Es klingelte, die Thür öffnete ſich, die Verwandtſchaft erſchien. Bald füllten ſich die Zimmer. Damen in ſchweren ſeidenen Kleidern mit Goldſchmuck, blitzenden Ohrringen und Ketten beſetzten das große Sopha und die Stühle der Runde. Es waren meiſt volle Geſtalten, hier und da ein brennendes dunkeles Auge, eine impoſante Geſtalt. Sie ſaßen in getrennter Verſammlung wie ein buntes Tulpenbeet, in welches der Gärtner vermieden hat, eine dunkle Blüthe zu ſetzen. Und wieder in Gruppen ſtanden die Männer, ſchlaue Geſichter, die Hände in den Hoſentaſchen, weniger feierlich und weniger behaglich. So harrte die Verwandtſchaft des Bräutigams, der immer noch zu. kommen ſäumte.
Endlich erſchien er, der gezeichnet war. Argwöhniſch fuhr ſein Auge umher, unſicher klang ſein Gruß an die Braut. Er ſtrengte ſich an bis aufs Aeußerſte, nur einige Redensarten zu finden, die er dem ſchönen Mädchen hinwer⸗ fen konnte, und er ſelbſt hätte grimmig lachen mögen über die Leere, die er in ſich fühlte. Er ſah nicht ihr glänzendes Auge, nicht den ſchönen Hals und die Pracht des Leibes; als er zu ihr trat, mußte er auf einmal an etwas Anderes denken, woran er jetzt immer dachte. Er wandte ſich ſchnell von Roſalie ab und trat in den Haufen der Herren, der nach ſeiner Ankunft geſprächiger wurde. Einige gleichgiltige Redensarten der Jüngern wurden gehört, als:„Fräulein


