Teil eines Werkes 
3. Bd. (1855)
Entstehung
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Acht Tage nach dem Untergang des Advocaten ſaß An⸗ ton in ſeinem Zimmer und ſchrieb an Fink. Er theilte dieſem mit, daß man denaeichngm des, Advocaten am Ende 5 der Stadt beim Wehr aus dem Waſſer gezogen habe, die Urſache ſeines Todes ſei nicht klar. Ein Kind aus dem Hauſe, in welchem der Mann wohnte, hatte erzählt, daß es ihm am Abende der Hausſuchung nahe bei ſeiner Wohnung

auf der Straße begegnet war; ſeitdem war der Todte nicht 6 wieder erblickt worden. Unter dieſen Umſtänden ſei ein

Selbſtmord nicht unmöglich. Der Polizeibeamte jedoch halte die Anſicht feſt, daß der herabgeſchlagene Hut eine fremde Hand indicire. Beim Durchſuchen der Wohnung habe man die Papiere nicht gefunden. Die weitern Nachforſchun⸗ gen der Polizei ſeien bis jetzt ohne Erfolg geweſen. Seine eigene Meinung über den furchtbaren Zwiſchenfall gehe da⸗

hiizn, daß Itzig auch hierbei eine Schuld habe.

3 Da wurde die Thür geöffnet, der Galizier trat haſtig

in das Zimmer und legte, ohne zu ſprechen, eine alte Brille mmit roſtiger Stahleinfaſſung vor Anton auf den Tiſch. An⸗ eon ſah in das verſtörte Geſicht des Mannes und ſprang auf..

„ Seine Brille,“ flüſterte Tinkeles in heiſerem Tone, „ich habe ſie gefunden beim Waſſer. Gerechter Gott, daß man muß erleben ſolchen Schreck!“ 3