Teil eines Werkes 
3. Bd. (1855)
Entstehung
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Aber ſein eigenes Geſicht ſah ſehr bekümmert aus, dem her⸗ 8 antretenden Anton hielt er ein Blatt Papier entgegen:„Le⸗ ſen Sie dieſes, Herr Wohlfart. Einen ſolchen Brief habe ich von meinem armen Karl bekommen. Ich muß ſogleich zu ihm.— Auf das Gut hinter Rosmin,“ erklärte er dem Kutſcher, einem ſtämmigen Fuhrmann, der neben dem Wagen ſtand..

Anton ſah in den Brief, es waren die ungeſchickten Buch⸗ ſtaben des Förſters; erſtaunt las er den Inhalt:„Mein lieber Vater, ich kann nicht zu Dir kommen, denn ein Senſenmann hat mir jetzt abgehauen, was von der Hand noch übrig war. Deßhalb bitte ich Dich, ſogleich nach Empfang dieſes Briefes zu Deinem armen Sohn zu reiſen. Du nimmſt einen großen Wagen und fährſt damit bis Rosmin. Dort hältſt Du vor dem rothen Hirſch. Im Hirſch wartet ein Wagen und ein Knecht vom Gute auf Dich. Der Knecht verſteht kein Wort Deutſch, iſt aber ſonſt ein guter Kerl, er wird Dich ſchon erkennen. Zu der Reiſe kaufſt Du Dir einen Pelz, auch Pelzſtiefeln, dieſe müſſen bis über die Knie gehen und unten mit Leder beſetzt ſein. Wenn Du für Deine großen Beine keine Stiefeln findeſt, ſo muß der Gevatter Kürſchner Dir noch in der Nacht über Deine Füße einen Pelz nähen. Grüße Herrn Wohlfart. Dein getreuer Karl.“

Anton hielt den Brief in ſeiner Hand und wußte nicht gleich, was er daraus machen ſollte.

„Was ſagen Sie zu dieſem neuen Unglück?“ frug der Rieſe traurig.

„ ZJedenfalls müſſen Sie ſo dleich zu Iören Sohn, er⸗ wiederte Anton.