Teil eines Werkes 
3. Bd. (1855)
Entstehung
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Bundesgenoſſe ſei. Gegen die Frauen beobachtete er ein hartnäckiges Stillſchweigen, Lenorens wiederholte Verſuche⸗ ihn zu beſtimmen, wies er mit einem auffallenden Anflug von guter Laune ab; ſein ganzes Weſen war in dieſer Pe⸗ riode der Ueberlegung gehobener.

Nach einigen Tagen rief er den alten Diener und ſagte im engſten Vertrauen:„Gieb Acht, Johann, ob Herr Wohlfart im Laufe des Tages einmal ausgeht, und Herr von Fink allein in ſeinem Zimmer iſt, dann melde mich bei ihm und hole mich ab. Als er ganz in der Stille bei Fink einge⸗ führt worden war, ſagte er ihm in verbindlicher Weiſe, daß er ſeinen Vorſchlag annehme und ihm überlaſſe, gelegentlich mit dem Anwalt in Rosmin den Contract zu entwerfen.

„Abgemacht,“ rief Fink, ihm die Hand ſchüttelnd;„ha⸗ ben Sie aber auch bedacht, Herr Freiherr, daß ich durch Ihre freundliche Einwilligung in die Lage kommen kann, noch auf Wochen, vielleicht auf Monate die Gaſtfreundſchaft Ihres Hauſes in Anſpruch zu nehmen? Denn ich halte meine Ge⸗ genwart für wünſchenswerth, wenigſtens bis die Arbeit in Gang kommt.“

„Es wird mir eine große Freude ſein,“ erwiederte der Freiherr aufrichtig,„wenn Sie in unſerm noch nicht einge⸗ richteten Haushalt vorlieb nehmen wollen. Ich werde mir die Freiheit nehmen, Ihnen einige Zimmer in dieſem Flügel wohnlich zu machen und ganz zu Ihrer Dispoſition zu ſtellen. Haben Sie einen Diener, an den Sie gewöhnt ſind, ſo bitte ich, ihn kommen zu laſſen.“

„Einen Diener nicht,“ ſagte Fink,„wenn Sie Ihrem Johann geſtatten wollen, meine Zimmer in Ordnung zu