Teil eines Werkes 
3. Bd. (1855)
Entstehung
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halten. Aber etwas Beſſeres habe ich, wovon ich mich nicht lange trennen möchte, ein Halbblut, das noch im Stall mei⸗ nes Vaters ſteht.“

„Sollte es nicht möglich ſein, das Pferd herzuſchaffen?“

„Wenn Sie das erlauben,“ ſagte Fink,„bin ich Ihnen ſehr dankbar.“

So beſprachen die Beiden im beſten Einvernehmen ihre Verbindung, und der Freiherr verließ Finks Zimmer mit dem Gefühl, daß er doch einen klugen Streich gemacht habe. 3

„Die Sache iſt in Richtigkeit,“ ſagte Fink zu dem ein⸗

tretenden Anton.„Jetzt lamentire nicht, ſondern finde dich

darein, das Unglück iſt einmal geſchehen. In zwei Zimmer auf der Ecke dieſes Flügels werde ich mich einquartieren, die Einrichtung beſorge ich ſelbſt. Morgen fahre ich nach Ros⸗ min und von dort weiter. Ich bin einem geſchickten Mann auf der Spur, der das Techniſche der Anlage leiten ſoll; den

Mann und einige Arbeiter bringe ich mit. Kannſt du mir

unſern Karl auf acht Tage überlaſſen?“

„Er iſt hier ſchwer zu entbehren, indeß, wenn es ſein muß, werde ich ihn zu vertreten ſuchen. Laßt mir nur ein Bündel mit weiſen Lehren zurück.“

Am nächſten Morgen reiſte Fink in Begleitung des Hu⸗ ins ab, und die alte Ordnung im Schloß kehrte zurück. Die kleine Schaar Gutswehr hielt regelmäßig ihre Uebungen, Patrouillen wurden gemacht, wie früher; arge Gerüchte wur⸗

den eifrig erzählt und angehört; einmal kam die Meldung,

daß auf der nächſten Landſtraße ein Haufe Senſenmänner marſchire, ein andermal betrat ein Trupp feindlicher Reiter