Teil eines Werkes 
3. Bd. (1855)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

4

—

—

tE — 5P250—

einige Stunden, wo du zu faullenzen verſtandeſt, jetzt ver⸗ führſt du eine ewige Buchrechnung, und beim Tantalus, um nichts und wieder nichts.“

Der Bediente trat ein und rief Anton zum Freiherrn. Als Anton an der Thür war, rief Fink ihm nach:„Apro⸗ pos, ich habe dem Freiherrn angeboten, die fünfhundert Morgen von ihm zu pachten. Zwei ein halb Thaler Pacht⸗ geld für den Morgen; nach fünf Jahren Rückgabe der Wieſen gegen Erſtattung der Anlagekoſten, Zahlung baar oder in Hypothek. Jetzt geh, mein Junge.“

Als Anton bei dem Freiherrn eintrat, ſaß die Baronin an der Seite ihres Gemahls und hielt ſeine Hand in der ihren, Lenore ging unruhig im Zimmer auf und ab.„Ha⸗ ben Sie von dem Vorſchlage gehört, den Herr von Fink meinem Vater gemacht hat?“ frug ſie.

„In dieſem Augenblick hat er mir davon geſagt,“ er⸗ wiederte Anton. Der Freiherr verzog den Mund.

„Und was iſt Ihre Meinung, darf mein Vater das An⸗ erbieten annehmen?“

Anton ſchwieg.„Für das Gut iſt es vortheilhaft,“ ſagte er endlich mit innerer Ueberwindung.„Die Anlage könnte die beſte Hilfe für dieſe Beſitzung werden.“.

„Nicht das will ich wiſſen,“ entgegnete Lenore ungedul⸗ dig,„ſondern ob Sie als unſer Freund den Rath geben, dieſen Vorſchlag anzunehmen.“

„Nein,“ ſagte Anton. „Ich wußte, daß Sie ſo ſprechen würden,“ rief Lenore und trat hinter den Stuhl ihres Vaters.