Teil eines Werkes 
3. Bd. (1855)
Entstehung
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armer Mann,“ rief die Baronin unter Thränen, ſie um⸗ ſchlang den Hals ihres Gemahls und hielt ihre Hand über ſeine Augen. Der Freiherr ſank vernichtet zuſammen und legte wie ein Kind ſein Haupt an ihre Bruſt.

„Ich muß wiſſen, ob Wohlfart von dieſem Plane weiß

und was er dazu ſagt,“ rief Lenore entſchloſſen,„wenn du erlaubſt, Vater, ſchicke ich ſogleich hinüber und laſſe ihn holen.“ Da der Freiherr keine Antwort gab, klingelte ſie dem Bedienten und verließ das Zimmer, dieſen vor der Thür zu erwarten.

Fink ſaß in Antons Stube, eifrig beſchäftigt, den Freund auszuſchelten.„Seit du nicht mehr Cigarren rauchſt, iſt dein beſſerer Genius von dir gewichen, nachdem er ſich alle

Haare über deine Ungemüthlichkeit ausgerauft hat. Jetzt iſt er im Himmel unter den pſalmirenden Engeln durch eine Tour auffällig, und unſer Herrgott muß von Zeit zu Zeit den Hofmarſchall fragen:„Wer iſt denn dieſer unglückliche

Genius mit der Perücke?“ dann antwortet Raphael:„Der Cavalier war früher dem Scheuſal Anton Wohlfart zuge⸗ theilt.“ Dann frägt der Herr:„Weßhalb hat er ihn ver⸗ laſſen?“ Und Raphael muß antworten:„Weil der Unſe⸗ lige die Trabuco's abgeſchworen hat.“ Und der Herr wird zornig ſprechen:„Fort mit ihm zur Hölle; ſeine Seele ſoll in ein Rübenblatt eingenäht und dort alle Tage von kleinen Speiteufeln verraucht werden.“

„Biſt du in Amerika Mitglied einer frommen Gemeinde

geworden, daß du im Himmel ſo genau Beſcheid weißt?“ frug Anton von ſeiner Rechnung aufſehend.

„Sahmeig. ſagte Fink,„ſonſt hattoſt dn doch noch