Teil eines Werkes 
3. Bd. (1855)
Entstehung
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auf, zu ſchweigen.„Will Fink dir das Gut abkaufen,“ ſagte ſte,„ſo werde ich dieſen Entſchluß als ein Glück für dich ſegnen, als das größte Glück, das dir gerade jetzt wider⸗ fahren kann, geliebter Oscar.“

„Von Kaufen war vorläufig nicht die Rede,“ erwiederte der Freiherr,„ich würde mich auch unter den jetzigen Aus⸗ ſichten bedenken müſſen, das Gut ſo ſchnell wegzugeben. Fink hat mir einen andern Vorſchlag gemacht. Er will mein Pächter werden.“

Lenore ſank lautlos in einen Stuhl.

„Er will mir fünfhundert Morgen von der Gutsfläche abpachten, um dieſelben in Kunſtwieſen zu verwandeln. Ich kann nicht leugnen, daß er offenherzig und als Ehrenmann mit mir geſprochen hat. Er hat mir mit Zahlen bewieſen, wie groß ſein Vortheil ſein würde, er hat ſich erboten, den Pachtbetrag für die erſten Jahre auf der Stelle zu zahlen, ja er hat ſich erboten, dies Pachtverhältniß nach fünf Jah⸗ ren aufzulöſen und mir die Wieſen zu übergeben, wenn ich ihm die Koſten der Anlage zurückerſtatte.“

„Großer Gott!“ rief Lenore,„du haſt dieſen edelmüthi⸗ gen Vorſchlag doch zurückgewieſen?“

„Ich habe Bedenkzeit verlangt,“ erwiederte der Freiherr behaglich.„Das Anerbieten iſt, wie geſagt, auch für mich nicht gerade nachtheilig, indeß wäre es doch unvorſichtig, einem Fremden durch fünf Jahre ſo große Vortheile einzuräumen, da Hoffnung iſt, daß ich ſelbſt in einem Jahre über Sum⸗ men verfügen kann, um dieſe Anlagen für unſere eigene Rechnung zu machen.“. 4

„Du würdeſt ſie niemals ſelbſt machen, mein geliebter,