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Herzens:„Vater, ich will nicht hören, daß du ſo von einem Manne ſprichſt, der uns nie etwas Anderes gezeigt hat, als die größte Uneigennützigkeit. Seine Freundſchaft für uns geht ſo weit, daß er die Entbehrungen dieſes ein⸗ ſamen Aufenthaltes und das Peinliche, das ſeine Stellung vielen Andern verleiden würde, mit einer grenzenloſen Lang⸗ muth erträgt.“ „Seine Freundſchaft?“ ſagte der Freiherr;„auf einen ſo hohen Vorzug haben wir niemals Anſpruch gemacht.“ „Wir haben es gethan,“ rief Lenore in aufloderndem Eifer.„In einer Zeit, wo die Mutter Niemanden fand, der uns beigeſtanden hätte, da war es Wohlfart, der treu zu uns hielt. Er allein hat von dem Tage an, wo der Bruder ihn bei uns einführte, bis zu dieſer Stunde für uns geſorgt und dich vertreten.“ „Nun,“ lenkte der Freiherr ein,„ich ſage ja nichts gegen ſeine Thätigkeit, ich gebe gern zu, daß er die Rechnungen in Ordnung hält und für einen geringen Gehalt viel Fleiß beweiſt. Wenn du das Treiben der Menſchen mehr verſtän⸗ deſt, würdeſt du meine Worte ruhiger aufnehmen. Zuletzt iſt kein Unrecht bei dem, was er gethan,“ ſetzte er gedruͤckt hinzu.„Mir fehlt es gegenwärtig an Capitalien, und ich bin, wie Ihr wißt, auch ſonſt verhindert. Was iſt dagegen zu ſagen, wenn Andere mir Vorſchläge machen, die ihnen Vortheil bringen und mir keinen Schaden?“
„Um Gottes willen, Vater, was für Vorſchläge? Es ſt unwaßr, daß Wohlfart irgend ein anderes Intereſſe dabeit hat, als dein eigenes.“ 1*
Die Mutter forderte durch eine Bandbewenung Lenore


