Teil eines Werkes 
3. Bd. (1855)
Entstehung
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Vögel erwarten nur Ihren Befehl, um wieder lebendig zu werden und ſich zu Ihren Füßen niederzulaſſen. Dort der Reiher hebt ſchon ſeinen Kopf in die Höhe.“

„Es iſt nur der Schein von der Sonne,“ ſagte der Förſter beruhigend.

Lenore lachte.„Dieſe Ausreden kennen wir,“ rief Fink, „Ihr ſeid mit im Complot, Ihr ſeid der Gnom dieſer Kö⸗ nigin. Wenn hier keine Zauberei getrieben wird, will ich alle Tage meines Lebens verſchlafen. Ein Zeichen mit die⸗ ſem Stabe, und die Deckbalken dieſes großen Vogelbauers klappen zurück und Sie fliegen mit Ihrem Gefolge aus der Hütte hinaus in das Sonnenlicht. Es iſt kein Zweifel, in dem Gipfel der Föhren draußen iſt Ihre Reſidenz, die luftige Halle, in welcher Ihr Thron ſteht, mächtige Herrin dieſer Hütte, blondlockige Göttin des Frühlings.“

„Mein Troſt iſt nur,“ ſagte Lenore etwas verwirrt, „daß nicht ich es bin, die Sie zu ſolchen Erfindungen ver⸗ anlaßt, ſondern die Freude an der Erfindung ſelber. Ich bin nur zufällig der unwürdige Gegenſtand Ihrer Lanne⸗ Sie ſind der Dichter.“

„Pfui, wie können Sie mir ſo etwas nachſagen, 24 rief Fink,„ich ein Dichter! Außer einigen luſtigen Matroſen⸗ liedern, deren Text ein gütiges Geſchick ewig von Ihrem Ohr fern halten möge, kenne ich kein einziges Gedicht aus⸗

wendig. Was ich von Poeſie ſchätze, ſind nur einige Bruch⸗

ſtücke der ältern Schule, zum Beiſpiel:„Hurre, hurre, hop, hop, hop,“ in einem Gedicht, welches, wenn ich nicht irre, Ihren Namen trägt. Und ſelbſt an dieſer claſſiſchen Zeile habe ich noch auszuſetzen, daß ſie mehr den harten Trab