Teil eines Werkes 
3. Bd. (1855)
Entstehung
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Vielleicht halten ſie meine beſcheidene Thätigkeit für kein Opfer, erwiederte Anton erröthend.Sie haben ſich gewöhnt, mich als Rechnungsführer, als Beamten des Frei⸗ herrn in ihrer Nähe zu ſehen. Du biſt ihr Gaſt, ihr Selbſt⸗ gefühl wird ſie veranlaſſen, dir das Bedenkliche ihrer Lage nach Kräften zu verhüllen. Um dir das Zimmer wohn⸗ lich einzurichten, haben ſie die eigenen Stuben geplündert, der Divan, auf dem du liegſt, iſt aus der Schlafſtube des Fräuleins.

Fink ſah ſich den Divan neugierig an und legte ſich wie⸗ der zurecht.Da es mir nicht gefällt, auf der Stelle abzu⸗ reiſen, ſagte er,ſo wirſt du die Güte haben, mir einen Weg anzugeben, auf dem ich mit Anſtand hier bleiben kann. Erzähle mir ſchnell Einiges über die Hypotheken und Aus⸗ ſichten des Gutes. Nimm an, ich wäre ein unglücklicher

Käufer dieſes Paradieſes. Anton berichtete.. Das wenigſtens iſt ſo verzweifelt nicht, ſagte Fink; jetzt höre meinen Vorſchlag: In der bisherigen Weiſe darf t

das hier nicht fortgehen, dieſe knappe Wirthſchaft iſt zu un⸗

geſund für alle Betheiligten, zumeiſt für dich. Die Güter

mögen furchtbar verwüſtet ſein, aber es ſcheint mir wohl

möglich, etwas daraus zu machen. Ob Ihr die Leute ſeid,. das Gut zu behaupten, will ich nicht entſcheiden; wenn du Luſt haſt, noch einige Jahre deines Lebens dran zu ſetzen 4 und dich fernerhin für die Intereſſen Anderer zu ſacrificiren, ſo iſt auch das nicht unmöglich, vorausgeſetzt, daß Ihr in ruhigerer Zeit das nöthige Betriebscapital ſchaffen könnt.. Unterdeß gebe ich einige, vielleicht fünftauſend Thaler, und