Teil eines Werkes 
3. Bd. (1855)
Entstehung
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riſche Anlagen haben, gerade jetzt in unſerer berüchtigten Gegend zu werben.

Zum Henker mit deinen Bedenklichkeiten! rief Fink, ſchicke den Karl in eine deutſche Gegend auf Werbung, er ſchafft dir Leute genug.

Wir haben kein Geld, du hörſt's ja. Der Freiherr iſt noch nicht im Stande, eine größere Melioration durchzu⸗ führen, die ſich erſt in einiger Zeit bezahlt macht.

Dann laß mich's thun, verſetzte Fink.

Du wirſt einſehen, Fink, daß das unmöglich iſt; der Freiherr kann von ſeinem Gaſt ein ſolches Opfer nicht an⸗ nehmen.

Ihr zahlt mir's zurück, wenn Ihr Geld habt, ſagte Fink.

Es iſt unſicher, ob wir jemals im Stande ſein werden, die Rückzahlung zu leiſten.

Nun denn, ſo braucht er's nicht gerade zu wiſſen, was die Leute koſten.

Er iſt blind, antwortete Anton mit leiſem Vorwurf, und ich ſtehe in ſeinem Dienſt und bin verpflichtet, ihm Rechnung abzulegen. Er freilich wird ein Darlehn von dir nach einigen Cavalierbedenken wohl annehmen, denn ſeine Anſichten über ſeine Lage wechſeln mit der Stim⸗ mung. Die Frauen aber machen ſich ſolche Täuſchungen nicht. Du würdeſt ſie durch jede Stunde deiner Gegenwart demüthigen, wenn ſie die Empfindung hätten, daß ſie deinem Vermögen eine Erleichterung ihres Lebens danken.

Und das größere Opfer, das du ihnen gebracht, haben ſte doch angenommen, ſagte Fink ernſter.

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