Teil eines Werkes 
3. Bd. (1855)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

34

einmal die Flucht der Frauen decken. Habt Ihr keine Ausſicht, Militär zu erhalten? RKeine, erwiederte Anton. Ein recht gemüthlicher, troſtreicher Zuſtand! rief Fink.Und bei alledem habt Ihr Felder beſtellt, und die kleine Wirthſchaft ſchnurrt in ihrer Ordnung ab. Ich habe mir von Karl erzählen laſſen, wie das Gut ausſah, als er herkam, und was Ihr bis jetzt gebeſſert habt. Ihr habt Euch reſpeckabel benommen. Das hätte kein Amerikaner und kein anderer Landsmann durchgeſetzt, in ſo verzweifelter Lage lobe ich mir den Deutſchen. Die Frauen ſowohl, als Eure junge Wirthſchaft müſſen beſſer geſchützt werden. Miethe dir zwanzig Männer mit tüchrigen Fäuſten, ſie ſollen dieſes Haus bewachen. Du vergißt, daß wir zwanzig müßige Brodeſſer ebenſo⸗ wenig beköſtigen können, wie der Kauz auf dem Thurme. Sie ſollen arbeiten, rief Fink,Ihr habt hier eine Bodenfläche, bei der hundert Hände nützliche Beſchäftigung finden. Haſt du keinen Sumpf zu entwäſſern und Gräben zu ziehen? Dort unten breitet ſich ja eine Reihe trauriger Waſſerlachen. 8 Das iſt Arbeit für eine andere Jahreszeit, erwiederte Anton,der Grund iſt jetzt zu naß. Laß einige hundert Morgen Waldland beſäen oder be⸗ pflanzen. Hält der Bach im Sommer aus? Ich höre, ja, erwiederte Anton. So laß ſie irgend Etwas ſchaffen. Vergiß nicht, ſagte Anton lächelnd,wie ſchwer es

ſein wird, zuverläſſige Arbeiter, die noch außerdem kriege⸗