Teil eines Werkes 
3. Bd. (1855)
Entstehung
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milden Glanz über die Zimmer breiteten, fühlte die Familie ſich durch den Beſuch des reichen Elegants doch heiter ange⸗ regt. Es war wieder wie ſonſt in ihrem Hauſe, der leichte Ton der flatternden Unterhaltung, die zarte Rückſicht, welche Jedem das Gefühl zu geben weiß, daß er das Behagen des Andern erhöhe, es waren die alten Formen, die ſie gewöhnt waren, zuweilen auch derſelbe Geſprächſtoff. Und Fink löſte die Aufgabe, welche dem Gaſt am erſten Abend eines Fa⸗ milienbeſuches wird, mit einer Fertigkeit, die dem Schelm wohl zu Gebote ſtand, ſo oft er wollte. Allen gab er das Gefühl, wie angenehm lhen Häuslichkeit ſei. Er behandelte den Freiherrn mit der achtungsvollen Vertraulichkeit eines jüngern Standesgenoſſen, die Baronin mit Ehrerbietung, Lenore mit einfacher Offenheit. Gern richtete er das Wort an dieſe und ſchnell hatte er ihre Befangenheit überwunden. Die Familie fühlte, daß er einer der Ihrigen war, es war eine ſtille Freimaurerei unter ihnen. Und auch Anton frug ſich, wie es möglich ſei, daß Fink, der neue Gaſt, ganz als ein alter Freund des Hauſes erſcheine, und er ſelbſt als ein Fremder. Und wieder kam Etwas von dem Reſpect in ſeine Seele, den er als Jüngling vor Allem gehabt hatte, das elegant, vornehm und exeluſiv erſchien. Aber dieſe Em⸗ pfindung war nur noch ein leichter Schatten, der über ſrin klares Urtheil hinflog. Als Fink aufbrach, verſicherte der Freiherr mit aufrich⸗ . tiger Wärme, wie gern er ihn als Gaſt recht lange bei ſich halten möchte, und ſelbſt die Baronin ſagte nach ſeiner Ent⸗ fernung, die engliſche Art kleide ihn gut, und er mache den Eindruck eines großen Herrn. Lenore dachte nicht über