Teil eines Werkes 
3. Bd. (1855)
Entstehung
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recht lange über ihre Facon nachdenken müſſen. Sie ver⸗ neigte ſich und ſchritt, den Pony am Zügel führend, dem Schloſſe zu.

Fink ſah ihr nach und rief:Beim Zeus! ſie iſt eine Schönheit geworden, die Haltung iſt tadellos, ſte verſteht ſo⸗ gar zu gehn. Ich bezweifle durchaus nicht mehr, daß ſie Verſtand hat. Er ergriff Antons Arm und lenkte den Freund von dem Schießplatz ab bis unter den wilden Birn⸗ baum. Dort ſchüttelte er ihm herzhaft die Hand und rief:Noch einmal ſei mir gegrüßt, du Treuer. Laß dir ſagen, daß ich vor Erſtaunen noch nicht zu mir kom⸗ men kann. Wenn mir Jemand geſagt hätte, daß ich dich als roth und ſchwarz bemalten Indianer, eine Streitart in der Hand und Scalplocken an der Hoſennaht, wiederfinden würde, ich hätte den Mann für wahnſinnig erklärt. Dich, den Ruhigen, Bedächtigen, geboren, eine Berloke zu tragen, dich finde ich hier auf wüſtem Haideland mit Mordgedanken im Buſen, und, bei meiner Seele, ohne Halsbinde. Wenn wir uns verändert haben, du haſt's nicht am wenigſten ge⸗ than. Nun, du kannſt dir die Veränderung gefallen laſſen. Du weißt, wie ich hierher gekommen bin, erwiederte Anton. 5

Ich denke mir's, ſagte Fink,ich habe die Tanzſtunde nicht vergeſſen.

Antons Auge umwllkte ſich.Verzeih', fuhr Fink lachend fort,und halte einem alten Freund etwas zu gut.

Du irrſt, entgegnete Anton ernſt,wenn du glaubſt, daß mich ein leidenſchaftliches Gefühl hierher getrieben hat.. Durch eine Reihe von Zufällen bin ich mit der Familie des