Teil eines Werkes 
3. Bd. (1855)
Entstehung
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Ziemlich auf geradem Wege von drüben, erwiederte Fink, in die Ferne weiſend;ich bin erſt ſeit wenigen Wo⸗ chen wieder im Lande. Der letzte Brief, den ich von dir erhielt, war aus dem vorigen Herbſt. Durch ihn wußte ich ungefähr, wo ich dich zu ſuchen hatte. Bei der Confuſion, die unter Euch herrſcht, halte ich es für ein merkwürdiges Glück, daß ich dich gefunden. Da i*ſt auch Meiſter Karl, rief er, als Karl mit lautem Freudenrufe heranſprengte⸗ Jetzt iſt die halbe Firma verſammelt, und wir können auf der Stelle anfangen, Comtoir zu ſpielen. Ihr freilich macht Euch hier ein anderes Vergnügen. Er wandte ſich zu Lenoren und fuhr fort:Ich habe mich dem Freiherrn vorgeſtellt und von der gnädigen Frau erfahren, daß ich die kriegeriſche Jugend im Freien finden würde. Jetzt möchte ich noch Ihre Fürſprache für mich erflehen. Ich kenne hier dieſen Mann ein wenig und würde gern einige Tage in ſeiner Nähe zubringen; ich fühle lebhaft, wie unbeſcheiden es iſt, in ſolcher Zeit ſelbſt von Ihrem gaſtfreien Hauſe die Auf⸗ nahme eines Fremden zu erbitten. Thun Sie um ſeinetwil⸗ len, der doch im Ganzen ein guter Junge iſt, ein Uebriges, und gönnen Sie mir die Freude, hier bleiben zu dürfen, bis ich über die Facon der unerhörten Jagdſtiefeln ins Reine gekommen bin, die der Knabe über ſeine Knie gezogen

hat. Eben ſo artig erwiederte Lenore:Mein Vater wird

Ihren Beſuch ſtets für eine große Freude halten, in dieſer ; Zeit hat ein guter Freund doppelten Werth. Ich gehe auf der Stelle, unſern Leuten zu ſagen, daß ſie alle Stiefeln von Herrn Wohlfart in Ihrem Zimmer aufſtellen, damit Sie

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