Teil eines Werkes 
1. Bd. (1855)
Entstehung
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5 Iſt er unartig geweſen? frug der Faufüann wher 4 zend.. Er hat mir einen Antrag gemacht, ſagte Sabine. . Der Kaufmann trat erſchrocken zurück.Und du, meine Schweſter? 4 Ich habe gethan, was du von mir erwarten konnteſt; werde ihn nicht wiederſehen. Dabei ſtürzten ihr die änen aus den Augen, ſie ergriff die Hand des Bruders und küßte ſie:Sei nicht böſe, daß ich weine, ich bin noch angegriffen, es wird vorübergehen.

Meine holde Schweſter, liebe, liebe Sabine! rief der Kaufmann und umfaßte die gebeugte Geſtalt der Weinenden, ich will nicht fürchten, daß du an mich gedacht haſt, als du

die Hand des reichen Erben ausſchlugſt. 1Ich dachte an dich und dein aufopferndes pflichtgetreues 4 4 1 Keben, und ſeine glänzende Geſtalt verlor die ſchönen Far⸗ ben, in denen ich ſie wohl ſonſt geſehen hatte. 4 Sabine, du haſt mir ein Opfer gebracht,*¹ rief der

Bruder erſchrocken.

Nein, Traugott, wenn es ein Opfer war, ſo habe ich 66 3 dieſem Hauſe gebracht, in deſſen Räumen ich unter deinem Schutze aufgewachſen bin, und dem Andenken an unſere guten Eltern, deren Segen über unſerem beſcheidenen Leben iſt.

Es war ſpät, als Fink in Antons Zimmer trat, er ſaoh rrhitzt aus, ſetzte den Hut auf den Tiſch und ſich auf das Sopha und ſagte zum Freunde:Vor Allem diem mir eine Cigarre. 44