Teil eines Werkes 
1. Bd. (1855)
Entstehung
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beiden. Und wenn Sie keine weitern Vorſchüſſe brauchen, dann machen wir die Sache feſt vor dem Notar. Sie cedi⸗ ren mir dann die Hypothek ſelbſt, und ich gebe Ihnen Ihre Schuldſcheine zurück und zahle Ihnen nach, wenn noch et⸗ was fehlt an den zwanzigtauſend Thalern. Ich verlange nichts von Ihnen, als Ihr Ehrenwort auf einem Blatt Pa⸗ pier, welches nicht größer iſt, als dieſes Schnitzel. Und wenn das Gericht Ihnen ausgefertigt hat das Hypotheken⸗

wenn Sie's wollten aufheben in meinem Hauſe.

Als der Freiherr bei der letzten Bedingung unwillig anfſah, legte Ehrenthal ſeine Hand auf den Arm des Herrn und ſagte vertraulich:Seien Sie ruhig, Herr Baron; dage⸗ gendaß ich ſelbſt aufheben will das Hypothekeninſtrument,

durfen Sie nichts einwenden. Ich kann keinen Mißbrauch damit treiben, und es iſt mir eine Beruhigung. Jeder Juriſt vird Ihnen ſagen, daß ich in dieſer Sache gegen Sie ver⸗ aahre, wie es ſelten vorkommt im Geſchäft. Oft wird ein Wort gebrochen, das Einer dem Andern gegeben hat, aber wenn es etwas giebt, was feſt iſt auf dieſer Welt, ſo iſt es fr mich, wenn Sie mir geben Ihr Ehrenwort. Iſt es nicht geſchäftlich, Herr Baron, daß ich ſo denke, ſo iſt es doch freundſchaftlich. Ehrenthal ſagte das mit einem Ausdrucke von Herzlich⸗ keit, der nicht ganz erlogen war. Was er anbot, zeigte in der That ein großes Vertrauen. Nach vielen Berathungen mit Veitel Itzig war er auf dieſe Maßregel gekommen. Er wußte, daß der Freiherr außer den zwanzigtauſend Thalern nooch manches andere Capital für die Fabrik brauchen würde.

inſtrument von zwanzigtauſend Thalern, ſo wäte mir's lieb,