iſt das gnädige Fräulein.“ Bernhard verneigte ſich tief. Es war nur ein kühler Gruß, den Lenore dem Gelehrten ſchenkte. „Wenn Sie zu meinem Vater wollen, er iſt oben in ſeinem Zünmer. 14 „Ich werde hinaufgehen,“ ſagte Ehrenthal gehorſam. „Bernhard, du kannſt unterdeß zurückbleiben bei dem gnä⸗ digen Fräulein.“
In dem Zimmer des Freiherrn legte der Händler einige
tauſend Thaler auf den Tiſch und ſagte:„Hier iſt das erſte Geld. Und wie wollen der Herr Baron es mit der Sicher⸗ heit halten?
„Nach unſerer Verabredung muß ich Ihnen dafür Hypo⸗ thek auf das Gut geben,“ erwiederte der Freiherr.
„Wiſſen Sie was, Herr Baron, um jedes Tauſend
Thaler, das ich Ihnen zahle, können Sie mir nicht immer
beſtellen eine Hypothek, das macht viel Koſten und bringt
das Gut in ſchlechtes Renommée. Laſſen Sie vom Gericht ausſtellen ein Hypothekeninſtrument, welches auf eine große
Summe lautet, ich will ſagen auf zwanzigtauſend Thaler.
Laſſen Sie es ausſtellen auf den Namen der gnädigen Frau
Baronin, ſo haben Sie eine Sicherheit, die Sie jeden Tag verkaufen können, und Ihr Gut wird noch nicht belaſtet durch ein neues Capital. Und mir geben Sie jedes Mal,
ſo oft ich an Sie zahle, einen einfachen Schuldſchein, worin
Sie mir auf Ihr freiherrliches Wort verſichern, daß ich für den Betrag der Summe, die ich Ihnen zahle, ein Anrecht
haben ſoll an dieſe Hypothek von zwanzigtauſend Thalern, weelche im Hypothekenbuche ſteht zunächſt hinter den Pfand⸗ Das iſt einfach, und es bleibt ian wiſchen uns
briefen.


