Teil eines Werkes 
1. Bd. (1855)
Entstehung
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449 . 14* 21 i; 9. 32 5 DU. Zch aer

Der Freiherr trieb mit Feuer die Anlage ſeiner Fabrik. Er ſuchte wenigſtens einen Theil der Ziegeln ſelbſt zu bren⸗ nen, er bezeichnete die Stämme des Waldes, welche im Winter zu Bauholz geſchlagen werden ſollten. Ein Baumei⸗

ſter wurde durch Ehrenthal empfohlen, und ein Techniker von

dem Freiherrn ſelbſt angeworben. Er erkundigte ſich ſorg⸗ fältig nach der Vergangenheit des Mannes, dem er Ein⸗ richtung und Betrieb ſeiner Fabrik übergeben wollte, und wünſchte ſich Glück, als er nach langem Suchen einen red⸗ lichen Mann fand, der eine ungewöhnliche theoretiſche Bil⸗ dung beſaß. Vielleicht war gerade dieſe letztere Eigenſchaft vom Standpunkt des Barons nicht ohne Bedenken, denn dem Erwählten wurde von zähen Praktikern nachgeſagt, daß er nie eine Fabrik in ruhigem Betriebe laſſen könne, ſondern durch haſtige Einführung neuer Erfindungen die tägliche Ar⸗ beit zu oft ſtöre. Daher galt er für koſtſpielig und unſicher. Dem Freiherrn war die Intelligenz und Redlichkeit des Man⸗ nes natürlich die Hauptſache, mehr noch als jedem Andern,

veeil er im Stillen die Empfindung hatte, daß dieſe Eigen⸗ ſchaften des Technikers die Mängel ſeiner eigenen Leitung

ausgleichen müßten. 1 So froh aber dieſe Ausſichten waren, ein Uebelſtand

war doch dabei. Ordnung und Behagen waren auf dem Gut kenlin 1 uih