Teil eines Werkes 
1. Bd. (1855)
Entstehung
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er glänzte vorhin hell wie ein Licht durch die dunkeln Wolken. Sieh dorthin, wo die Wolken am ſchwärzeſten zuſammengeballt ſind, dort über der hellgrünen Eſche.

Ich ſehe die Stelle, ſagte die Baronin.

Mache dich gefaßt, fuhr der Freiherr lächelnd fort, daß dein blauer Himmel dort für immer durch graue Wolken bedeckt wird, dort wird der Schornſtein der Fabrik über die Bäume ragen.

Du willſt bauen? frug die Baronin beſorgt.

Du willſt eine Fabrik errichten? rief der Lieutnant vorwurfsvoll.

Ja, ſagte der Freiherr zu ſeiner Gemahlin,das Un⸗ ternehmen wird viel Unbequemes haben für dich und mich, und wird meine Kräfte in jeder Beziehung in Anſpruch neh⸗ men. Wenn ich es doch wage, ſo geſchieht es nicht um unſertwillen, ſondern für die Kinder, für die Familie. Ich will das Gut befeſtigen bei unſerm Hauſe, ich will ſeine Einkünfte ſo vermehren, daß der Herr dieſes Schloſſes in der Lage iſt, auch für die Zukunft der Lieben zu ſorgen, de⸗ nen er nach dem alten Recht der Erſtgeburt und der männ⸗ lichen Nachfolge das Gut nicht überlaſſen kann. Es hat mich langen Kampf gekoſtet, heut hab' ich mich entſchloſſen.