Teil eines Werkes 
1. Bd. (1855)
Entstehung
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und ſich ſehr freundlich an die Jahre erinnert, die ich in ſei⸗ ner Nähe verlebte, und auch an dich, du vielumworbene Dame des Hofes. Ich wollte, er ſähe dich wieder; er wird es für unmöglich halten, daß Jahre vergangen ſind, ſeit er dein Taͤnzer war.

Welche Freude! rief die Baronin und umſchlang den Hals ihres Mannes,ich habe deiner Toilette den Stern ſchon ſeit Jahren gewünſcht. Lenore öffnete unterdeß das Etui und drehte den Orden beim Licht der Kerze hin und her.Wir machen ihm die Decoration um. Die Baro⸗ nin hing ihm das Kreuz um den Hals und küßte lohal erſt ihn und dann das Kreuz.

Nun, wir wiſſen ja, ſagte der Baron,was in unſerer

Zeit von ſolchem Schmuck zu halten iſt. Doch geſtehe ich, daß gerade dieſe Standesdecoration mir die liebſte von allen iſt. Unſere Familie iſt eine der älteſten, und in unſerer Linie ſind, was freilich ein Zufall iſt, niemals Mißheirathen vor⸗ gekommen. Dies Kreuz iſt gegenwärtig ſo ziemlich die letzte Erinnerung an die alte Zeit, wo man auf dergleichen noch großen Werth legte. Jetzt tritt eine andere Macht an die Stelle unſerer Privilegien, das Geld. Und auch wir ſind in der Lage, uns darum bemühen zu müſſen, wenn wir unſere Familie in Anſehen erhalten wollen. In dem Briefe des

Prinzen iſt das Alter der Familie erwähnt und der Wunſch ausgeſprochen, daß ſie noch viele Generationen, wie bisher,

in muſterhafter Gentilität, ſo ſind die Worte des Briefes, blühen möge. Du, Lenore, und dein Bruder, Ihr habt da⸗ für zu ſorgen.

Ich lebe in muſterhafter Gentilität, antwortete Lenore,

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