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geweſen war, ſo wurde nach ſeinem Abgange erklärt, daß er verſpreche ein guter College zu werden. 4 Unterdeß ſchritt Veitel Itzig mit der Gleichgiltigkeit eines Herumtreibers und der Sicherheit eines Eingeborenen durch das Gewirr der Menſchen und Straßen. Das röth⸗ liche Licht der Abendſonne war von den Steinen der Straße an den Häuſern hinaufgeſtiegen, von einem Fenſterſims zu dem andern, bis hoch auf die Dächer, und das Dunkel des Abends erfüllte die engen Gaſſen des alten Stadttheils, welcher am Fluſſe liegt. In einer ſolchen Gaſſe ſtand ein großes Haus mit breiter Front. Die untern Fenſter waren durch Eiſenſtäbe vergittert, im erſten Stockwerk glänzten die weißen Rahmen, welche große Spiegelſcheiben einfaßten, unter dem Dach waren die Fenſter blind, ſchmutzig, hier und da eine Scheibe zerſchlagen. Es war kein guter Charakter in dem Hauſe, wie eine alte Zigeunerin ſah es aus, die über ihr bettelhaftes Coſtüm ein neues buntes Tuch geworfen hat. In dieſes Haus trat Veitel Itzig, indem er einem geputz⸗ ten Dienſtmädchen an der Thuͤr ſchnalzend einen Kuß zuwarf, den dieſe wie eine heranfliegende Wespe pPantomimiſch mit der Hand fortſchleuderte. Die unſaubere Treppe führte zu einer weißlackirten Entreethür, auf welcher in großem Meſſing⸗ ſchild der Name:„Hirſch Ehrenthal“ zu leſen war. Veitel faßte den dicken Porcellangriff der Klingel und ſchellte, ein altliches Frauenzimmer mit zerknitterter Haube öffnete einen ſchmalen Spalt und frug, die Naſe hinausſteckend, nach ſeinem Begehr, dann riß ſte die Stubenthür auf und rief in das Zimmer:„Es iſt Einer da, Itzig Veitel heißt er, aus Oſtrau, er will den Herrn Hirſch Ehrenthal ſprechen.“ Aus de


