Teil eines Werkes 
1. Bd. (1855)
Entstehung
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Herr Jordan ſtellte ſich feierlich auf und präſentirte:„Herr Wohlfart, der neue Lehrling, ſoeben angekommen.— Herr von Fink, Sohn der großen Firma Fink und Becker in Hamburg.“

„Erbe des größten Thranvorraths von der Welt und ſo weiter,“ unterbrach ihn Herr von Fink nachläſſtg.„Jordan, geben Sie mir zehn Thaler, ich will den Reitknecht bezah⸗ len. Schreiben Sie's zu dem Uebrigen.“ Jordan holte bereitwillig ein Caſſenbillet aus ſeiner Brieftaſche und über⸗ reichte es dem Jokei, der es zuſammenknitterte und nachl äſſig in die Weſtentaſche ſteckte; worauf er mit einiger Höflichkeit

zu Anton ſagte:„Wenn Sie mich beſuchen wollen, wie ich aus dem feſtlichen Geſicht Ihres Mercurs merke, ſo bedaure ich, heut nicht zu Hauſe zu ſein, ich will ein neues Pferd kaufen. Ihren Beſuch nehme ich als geſchehen an, ich danke Ihnen in aller Feierlichkeit dafür und gebe Ihnen meinen Segen zu Ihrem Eintritt.“ Er nickte gleichgiltig mit dem Kopf und ſchritt klirrend die Stufen hinab lund über die Steinplatten des Hofes..

Antons Behagen erlitt durch das kühle Benehmen des

Herrn einen großen Stoß und er dachte verſchüchtert, wenn

die andern Herren vom Geſchäft eben ſo ſind, ſo wird es mir

ſehr ſchwer werden, mit ihnen umzugehen. Aug Herr Jor⸗ dan fand nöthig, das auffallende Benehmen des Jokei zu erklären, und ſagte mit vertraulicher W Bichtigkeit:„Fink ge⸗ hört nur halb in unſer Geſchäft, iſt erſt ſeit kurzer Zeit hier, von ſeinem Vater aus New⸗ York gezogen und hiether verſandt worden, um bei uns vernünftig zu werden.“

„Iſt er denn nicht vernünftig?“ frug Anton neugierig.