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wie Sie ſind, einen Rath zu geben? Aber jeder Gutsbeſitzer muß ſagen daſſelbe, daß ein ſolches Geſchäft mit Pfandbrie⸗ fen in unſerer Zeit die ſolideſte Art iſt, wie ein vornehmer Herr kann ſorgen für ſeine Kinder. Wenn einſt das Gras wachſen wird über dem Grabe des alten Ehrenthal, dann werden Sie an mich denken und bei ſich ſagen: der Ehren⸗ thal war nur ein einfacher Mann, aber er hat mir gerathen, was gut war und ein Segen für die Familie.“ Der Freiherr ſah immer noch vor ſich hin. Was er lange in ſich herumgetragen hatte, das war auf einmal zum feſten Entſchluß geworden. Dem Händler ſagte er mit einer Leichtigkeit, die ihm nicht gom Herzen kam:„Ich will mir's überlegen.“ Ehrenthal war damit zufrieden und bat um die Erlaubniß, ſich den Damen empfehlen zu dürfen, was er als Mann von Welt und Gemüth ſelten unterließ.
Es war Schade, daß der Freiherr nicht das Geſicht des 3 Geſchäftsmannes ſah, als dieſer in ſeinen Wagen ſtieg und mechaniſch die Bourbonroſe ins Knopfloch ſteckte, welche ihm Lenore beim Abſchiede mit ſchalkhafter Artigkeit über⸗ reicht hatte. Auch Herr Ehrenthal machte ein luſtiges Ge⸗ ſicht, aber nicht aus Freude über die volle Roſe. Er ließ den Kutſcher langſam durch die Feldmark fahren und ſah wohlgefällig auf die Ackerſtücke, welche mit reifender Frucht zu beiden Seiten des Weges lagen. In langem Zuge kamen die Heuwagen des Gutes ihm entgegen. So oft er ſtill hielt, um einen Rieſenwagen vorbeizulaſſen, berupften ſeine Pferde das Heu, und ſein Kutſcher drehte ſich um und rief ſchnalzend:„Schönes Futter!“


