Teil eines Werkes 
1. Bd. (1855)
Entstehung
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rechter Zeit. Da ſind Rittergüter, da ſind Waldungen, die man kann kaufen, oder Antheile von Bergwerken, oder Actien von einer ſoliden Societät. Oder der Herr Baron können ſelbſt anlegen ein Etabliſſement auf Ihrem Gut, wenn Sie wollen ſchaffen Zucker aus Rüben, wie der Herr v. Bergen am Gebirge, oder amerikaniſches Mehl, wie der Herzog von Löbau, oder bairiſches Bier, wie Ihr Nachbar, der Graf Horn. Was iſt dabei für eine Gefahr? Sie werden ein⸗ nehmen zehn, zwanzig, ja funfzig Thaler vom Hundert des Capitals, das Sie geliehen haben von der Landſchaft zu vier vom Hundert.“

Der Freiherr ſah nachdenkend vor ſich hin. Was ihm der Händler ſagte, war durchaus nichts Neues und Uner⸗ hörtes, er ſelbſt hatte oft Aehnliches gedacht. Es war ge⸗ rade die Zeit, wo eine Menge von neuen induſtriellen Un⸗ ternehmungen aus dem Ackerboden aufſchoſſen, wo durch die hohen Schornſteine der Dampfmaſchinen, durch neuent⸗ deckte Kohlen⸗ und Erzlager, durch neue landwirthſchaft⸗ liche Culturen große Summen erworben und noch größere Reichthümer gehofft wurden. Die vornehmſten Grundbeſitzer der Landſchaft ſtanden an der Spitze ausgedehnter Actien⸗ unternehmungen, welche auf einer Verbindung moderner Induſtrie und des alten Ackerbaues beruhten. Es war

nichts Neues und Auffallendes in den Worten des Händlers, und doch ſchlugen ſie als zündender Blitz in die Seele des Freiherrn. Sie kamen im rechten Augenblick. Herr Ehren⸗ thal bemerkte die Wirkung, welche er hervorgebracht hatte, und ſchloß mit der Gemüthlichkeit, welche ſeine Lioblings⸗ ſtimmung war:„Wo habe ich das Recht, einem Herrn,