Teil eines Werkes 
1. Bd. (1855)
Entstehung
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Amtmann abmachen, wenn der Herr Baron keine Zeit haben für mich.

Kommen Sie mit, Ehrenthal, 4 ſagte. der Freiherr,ich führe mein Pferd ſelbſt in den Stall.

Herr Ehrenthal machte den Frauen viele Bücklinge, welche von Lenore durch eben ſo tiefe Knire erwiedert wur⸗ den, und folgte dem Freiherrn zur Stallthür. Dort blieb er reſpectvoll ſtehen und beſtand darauf, daß das Pferd des Barons und der Baron ſelbſt vor ihm eintraten. Nach kur⸗ zer Beſichtigung und den üblichen Reden und Gegenreden führte der Freiherr Herrn Ehrenthal auch in den Kuhſtall, worauf Herr Ehrenthal den leidenſchaftlichen Wunſch aus⸗ ſprach, auch die Kälber zu ſehen, und endlich die Bitte zu⸗ fügte, auch bei den Zuchtböcken zur Audienz zugelaſſen zu werden. Er war ein erfahrener Geſchäftsmann, und wenn das Entzücken, welches er ausſprach, auch etwas handwerks⸗ mäßig und überſchwenglich klang, ſo war das, was er lobte, doch wirklich lobenswerth, und der Freiherr hörte das Lob mit Wohlgefallen an.

Nach Beſichtigung der Schafe mußte eine Pauſe gemacht

werden, denn Ehrenthal war zu ſehr ergriffen von der Fein⸗

heit und Dichtigkeit ihres Pelzes.Nein, dieſer Stapel! ſeufzte er in träumeriſcher Begeiſterung;ſchon jetzt kann man ſehen, was er ſein wird im nächſten Frühjahr. Er wiegte d den Kopf hin und her und zwinkerte mit den kleinen Augen nach der Sonne.Wiſſen Sie, Herr Baron, daß Sie ſind ein glücklicher Mann! Haben Sie gute iegrichen von Ihrem Herrn Sohn? 4 Danke, lieber Ehrenthal, er hat geſtern geſchrie.

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