Teil eines Werkes 
1. Bd. (1855)
Entstehung
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mir manchmal erlauben, herumzugehen in Ihrer Wirthſchaft, damit ich in meinem Herzen eine Freude habe. Es iſt mir eine Erholung von der Arbeit, wenn ich komme in Ihren Hof. Alles ſo glatt und wohl genährt, und Alles ſo reichlich und gut eingerichtet in den Ställen und in den Scheunen. Die Sperlinge auf dem Dach ſehen bei Ihnen luſtiger aus, als die Sperlinge von andern Leuten. Wenn man als Geſchäftsmann ſo Vieles erblicken muß, was einen nicht erfreut, wo die Menſchen durch ihr Verſchulden in Un⸗ ordnung kommen und Verfall, da thut's einem wohl, wenn man ein Leben ſieht, wie das Ihre; keine Sorgen, keine großen Sorgen zum wenigſten, und ſo Vieles, was das Herz erfreut.

Sie ſind ſo artig, Herr Ehrenthal, daß ich glauben muß, etwas recht Wichtiges führt Sie her. Wollen Sie ein Geſchäft mit mir machen? frug der Freiherr gutmüthig.

Mit einem Kopfſchuͤtteln, wie es dem biedern Mann an⸗ ſteht, wenn er einen ungerechten Verdacht von ſich abweiſen will, antwortete Herr Ehrenthal:Nichts vom Geſchäft, Herr Baron! Die Geſchäfte, die ich mit Ihnen mache, ſind ſolche, wo man ſagt keine Artigkeiten. Gute Waare und gutes Geld, ſo haben wir es immer gehalten, und ſo wollen wir's mit Gottes Hilfe auch ferner halten. Ich kam nur herein im Vorbekfahren dabei bewegte er nachläſſig die Hand, um pantomimiſch zu bekräftigen, daß er nur im Vorbeifahren ſei,ich wollte fragen wegen des Pferdes,

das der Herr Baron zu verkaufen haben. Es iſt Einer im Dorfe daneben, dem ich habe verſprochen zu fragen nach dem Preis. Ich kann's eben ſo gut mit de