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ſeine Ausgaben nicht größer waren, als ſeine Einnahmen.
laſſen. Er war ein durchaus ehrlicher Mann, noch jetzt eine inpodihend ſchüne Geſtan 6
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Der gegenwärtige Beſitzer des Gutes hatte in einem Garderegiment gedient, wie dem Sproß eines ſo kriege⸗ riſchen Hauſes ziemte. Er hatte dort den Ruf eines vollen⸗ deten Edelmannes erworben. Er war brauchbar im Dienſt und ein vortrefflicher Kamerad geweſen, wohlbewandert in allen ritterlichen Uebungen, zuverläſſig in Ehrenſachen. Er hatte bei Hofbällen ſtets ſchicklich dageſtanden, und ſo oft er von einer Prinzeß befohlen wurde, mit guter Haltung ge⸗ tanzt. Auch als Mann von Charakter hatte er ſich gezeigt, da er aus wirklicher Neigung ein armes Hoffräulein heira⸗ thete, eine liebenswürdige junge Dame, deren Abgang aus den Quadrillen des Hofes lebhafte Betrübniß in allen Männerherzen hervorrief. Mit ſeiner Gemahlin hatte ſich der Freiherr als verſtändiger Mann in die Provinz zurück⸗ gezogen, hatte durch eine Reihe von Jahren faſt ausſchließ⸗ lich für ſeine Familie gelebt und dadurch den Vortheil er⸗—* reicht, daß ſeine Regimentsſchulden ſämmtlich bezahlt unde
Sein Haus war vortrefflich eingerichtet, die geringe Aus⸗ ſteuer ſeiner Frau war dazu benutzt worden, ihr durch Ein⸗ richtung des Parks eine große Freude zu machen. Der 3 Freiherr hielt einen W Weinkeller von guten Tiſchweinen, hatte zwei prächtige Wagenpferde und zwei elegante Reitpferde, ging jeden Morgen durch die Wirthſchaft und ritt jeden Nachmittag auf's Feld, hielt viel auf ſeine Schafheerde und ſetzte einen Stolz darein, ſeine feine Wolle gut waſchen zu
zerſänd würdig zu wie in


