Baleon öffnete ſich gaſtlich eine Halle, welche mit blühenden
welche ihn umgab, an ſich ſelbſt dachte, erſchien er ſich als.
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Sträuchern ausgeſchmückt war. Es war ein prächtiger Landſitz, und es gab viele größere und ſchönere in der Um⸗ gegend, aber es war doch ein ſtattlicher Anblick, ſehr impo⸗ nirend für Anton, der, in einer kleinen Stadt aufgewachſen, nur ſelten den behaglichen Wohlſtand eines Gutsbeſitzers in der Nähe geſehen hatte. Alles erſchien ihm ſehr präch⸗ tig und großartig! Die zierlich geformten Blumenbeete in dem geſchorenen Sammt des Raſens, die bunten Gruppen der Glashauspflanzen, all der fröhliche Schmuck, den die Hand des Gärtners um das Herrenhaus herum angebracht hatte, das ſah ihm in dem reinen Lichte und der Ruhe des Sonnentages aus, wie ein Bild aus fernem Lande. Der glückliche Jüngling gerieth in ein ſo träumeriſches Ent⸗ zücken, daß er ſich in den Schatten eines großen Flieder⸗ ſtrauches am Wege ſetzte und hinter dem Buſch verbor⸗ gen lange Zeit auf das anmuthige Bild hinſtarrte. Wie glücklich mußten die Menſchen ſein, welche hier wohnten, wie vornehm und wie edel! Auf dieſer Seite ſchöne Blüthen und große Bäume, auf der andern Seite wahrſcheinlich ein weiter Hofraum mit Scheuern und Ställen, viel Pferde darin, große Rinder und unzählige feinwollige Schafe. Denn ſchon vor dem Eintritt in den Park hatte Anton auf eingehegtem Wieſenraum eine Anzahl Füllen geſehn und ihre luſtigen Sprünge beobachtet. Der Reſpect vor Allem, was ſtattlich, ſicher und mit Selbſtgefühl in der Welt auftritt, war ihm, dem armen Sohn des Calculators, angeboren und wenn er jetzt in der reinen Freude über die Pra


