Teil eines Werkes 
3. Th. (1864)
Entstehung
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wieder ein Schein und denſelben Weg liefen zwei Hunde, ein ſchwarzer und ein röthlicher Köter mit dickem Kopf und geſträubtem Haar; plötzlich blieb der rothe ſtehen, wandte ſich gegen Gabrtel, und dieſer ſah deut⸗ lich an dem Ende des Hundes eine Quaſte, welche ſich wedelnd regte. Im nächſten Augenblick tiefe Finſterniß, Gabriel hörte vor ſeinen Füßen ein leiſes Winſeln und ihm war, als ob etwas ſeine Stiefel lecke. Noch ein leiſes Rauſchen, dann war Alles ſtill.

Die auf dem Gute behaupteten, es ſei ein Wild⸗

dieb, oder der große Waldbelaufer jenſeits der Grenze geweſen; Gabriel aber wußte, wer der Nachtjäger war und wer der Hund war. Der den Hund einſt in Hummel's Haus geſchickt, ohne Geld und ohne Namen, der hatte ihn auch abgernfen. Der Hund bellte jetzt wieder durch die Nacht, wenn der Sturm wie ein Hift⸗ horn blies, wenn die Wolken unter dem Monde dahin⸗ flogen und die Bäume ihre Gipfel ächzend zur Erde neig⸗ ten. Dann lief er über die Berge von Roſſau, durch die Gründe des Bielſteins; er heulte und der Mond lachte ſpöttiſch auf die Stelle herab, an welcher Tobias Bach⸗ huber ſeinen Schatz deponirt hatte, darunter die Deckel der verlorenen Handſchrift.

Aber wenn keinem Beobachter zweifelhaft ſein konnte, was es mit dieſem Hunde für ein Ende nehmen mußte, weit unſicherer iſt das Urtheil der Gegenwart über eine andere Schattengeſtalt, welche um die Höhle ſchwebt.