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hahn. Wenn die Pforte offen ſteht, würde man's über die Straße leſen können. Es wäre ein Gedächtniß für das arme Thier, und außerdem an die gute Zeit, wo man einem Hahn noch die Federn rupfen konnte, ohne wegen Kindesmord angeſchrieen zu werden.“
„Es geht nicht,“ verſetzte Gabriel,„was würden die Schwägersleute drüben dazu ſagen.“
„Pfui Teufel,“ rief Herr Hummel und wandte ſich ab. Ja, Speihahn war der Menſchheit entwiſcht. Seit jener Stunde, wo er im dämmerigen Morgengrau den goldenen Chorrock des ſeligen Bachhuber als Halskrauſe um ſich geſchlagen hatte, war er verſchwunden. Keine Forſchung, kein Geldgebot des Herrn Hummel vermoch⸗ ten ſeine Spur zu ermitteln, vergebens wurden die Schäfer und Gutsarbeiter der Umgegend, ſogar die Be⸗ hörden von Roſſau in Bewegung geſetzt, er war ent⸗ wiſcht wie ein Geiſt. Die Stelle an der Freitreppe blieb leer. Die Lücke, welche er in der bürgerlichen Ge⸗ ſellſchaft zurückließ, wurde durch jüngeres Hnndegeſchlecht der Parkſtraße ausgefüllt; die Nachbarſchaft fühlte bei jedem Gange auf der Straße ein Behagen, welches ſie lange entbehrt hatte, der Cigarrenhändler ſtellte ſeine Bank wieder an Herrn Hummels Garten, und die weißgekleideten Fräulein, welche nach dem Stadtpark zogen, entſagten allmälig der Gewohnheit vor dem Hauſe des Herrn Hummel abzubiegen und auf die Strohſeite hinüberzuflüchten. Speihahn wurde von Vielen ohne


