Teil eines Werkes 
3. Th. (1864)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

— 338—

über dieſen Hof. Außerdem einige Bände Corneille. Der Candidat, welcher nach Amerika ging, iſt mit dem Oberförſter verwandt.“

„Wir ſind geneckt worden,“ ſagte der Profeſſor ruhig.„Es iſt gut, daß jeder Zweifel geſchwunden iſt.“

„Nun,“ verſetzte der Doctor,„daß die alte Hand⸗ ſchrift zerſtört ſei, dafür haben wir doch keinen Beweis. Es iſt immer noch möglich, daß ſie ganz oder in Trüm⸗ mern irgendwo zum Vorſchein kommt. Wer weiß, auf welchen Bücherrücken ihre Streifen kleben.“

„Auf den Büchern, welche der Schwede mit Flam⸗

menſchrift in Roſſau geſchrieben hat,“ verſetzte der Pro⸗ feſſor mit trübem Lächeln.„Es iſt gut, Fritz, daß die Quälgeiſter uns gründlich gebannt ſind.

In der frühen Morgenſtunde des nächſten Tages fuhr eine Reihe Hofwagen von der Oberförſterei ab; der erſte war dicht geſchloſſen, in ihm lag der kranke Fürſt, be⸗ hütet von ſeinen Aerzten, ein aufgegebener Mann. Vor der Fahrt winkte der Erbprinz den Oberförſter an ſei⸗ nen Wagen.„Giebt es einen andern Weg nach Roſſau, als durch den Hof jenes Gutes?“.

„Ueber die lange Höhe, durch den Wald, es iſt ein Umweg,“ verſetzte der Oberförſter.

„Wir fahren den Waldweg,“ befahl der Erbprinz. Auf dem Wege begann er zu ſeinem Begleiter:„Ich er⸗ warte von Ihrem Charakter, Weidegg, daß Sie bei jeder Gelegenheit den Menſchen, welche dort wohnen, achtungs⸗