Teil eines Werkes 
3. Th. (1864)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

— 14—

zwiſchen den beiden Häuſern auf und ab, ſah das feind⸗

liche Haus von der Parkſeite an, wo es ihm weniger ge⸗ läufig war, und ſein breites Geſicht verzog ſich zu einem triumphirenden Lächeln. Endlich entdeckte er einen Be⸗ kannten, der aus dem Nachbarhauſe eilte, und ging mit ſtarken Schritten hinter ihm her.„Wie ſtehts?“ frug er, den Arm des Andern faſſend,„kann er ſich halten?“

Der Geſchäftsfreund zuckte die Achſeln,„es wird kein Geheimniß bleiben,“ und berichtets über Lage und Gefahr des Gegners.

„Wird er Deckung ſchaffen?“

Deer Andere zuckte wieder die Achſeln.„Bis Mor⸗ gen ſchwerlich. Geld iſt jetzt unter Brüdern nicht zu haben. Natürlich iſt der Mann mehr werth, das Ge⸗ ſchäft gut, das Haus unverſchuldet.“

„Das Haus iſt keine zwanzigtauſend werth,“ unter⸗ brach ihn Hummel.

„Gleichviel, bei geſundem Stande des Geldmarkts würde er den Schlag ohne Gefahr aushalten. Jetzt fürchte ich das Schlimmſte.“

„SIch hab's ja geſagt, er iſt aus wie ein Licht,“ murrte Hummel und drehte ſich kurz ab nach ſeinem Hauſe.

Im Zimmer des Doctors ſaßen Vater und Sohn über Briefen und Rechnungen, an den Wänden glänz⸗ ten im Lampenlicht die goldenen Titel der Bücher und

der ſauberen Mappen, in denen der Doctor ſeine Schätze