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Dort ſtand ſie im Dunkeln mit pochendem Her⸗ zen, von außen fiel ein matter Lichtſtrahl durch die Scheiben und beleuchtete das Schäferpaar am Tin⸗ tenfaß, daß es verklärt in der Luft ſchwebte. Heut dachte Laura nicht an ihr Geheimbuch, ſie ſah hinüber nach dem Fenſter, wo der Geliebte ſaß, und wieder ſtürzten ihr die Thränen aus den Augen. Aber ſie faßte ſich mit kurzem Entſchluß, holte in der Küche Licht und einen Topf mit Waſſer, ſuchte Spitzenärmel und Kragen zuſammen und weichte ſie in einer Schüſſel ein, auch dieſen Plunder konnte ſie ſich allein zurecht machen. Es war wieder eine kleine Erſparniß, es konnte doch einmal dem Fritz zu gute kommen.
Herr Hummel ſchloß ſein Comtoir und ſetzte ſeine Wanderungen fort. Die Thür zu Laura's Stube öffnete ſich, die Tochter fuhr zuſammen, als ſie den Vater auf die Schwelle treten ſah, feierlich wie einen Boten der Behme. Hummel bewegte ſich auf ſeine Tochter zu und ſah ihr ſcharf in die verweinten Augen.„Alſo wegen dem drüben?“ Laura barg das Geſicht in den Händen, wieder bewältigte ſie der Schmerz.
„Da haſt du deine Glöckchen,“ brummte er leiſe. „Da haſt du deine Taſchentücher und deine Inder. Es iſt dort drüben aus.“ Er klopfte ihr mit der großen Hand auf die Schulter.„Höre auf, wir haben ihn nicht umgebracht, eure Schnupftücher beweiſen gar nichts.“
Es⸗ wurde dunkel, Hummel ging auf der Straße


