Teil eines Werkes 
3. Th. (1864)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

barg, emſiger Sammelfleiß hatte ſie aus hundert Win⸗ keln zuſammengeholt und hier in ſtattlicher Ordnung verbunden, jetzt ſollten auch ſie auseinander flattern in alle Welt. Muthvoll redete der Sohn in die Seele des verzweifelten Vaters.„Iſt das Unglück nicht zu wenden, das wie ein Orkan über uns einbrach, wir ertragen es mannhaft, deine Ehre vermagſt du zu wahren. Der größte Schmerz, den ich empfinde, iſt doch nur, daß ich dir jetzt ſo wenig nützen kann, und daß der Rath jedes Geſchäftsmannes mehr Werth hat, als die Hilfe des eigenen Sohnes.“

Der Vater legte das Haupt auf den Tiſch, kraft⸗ los und betäubt.

Da ging die Thür auf, aus dem dunklen Vorſaal trat mit ſchweren Schritten eine fremde Geſtalt in das Zimmer. Der Doctor ſprang auf und ſtarrte auf die harten Züge eines wohlbekannten Geſichtes, Herr Hahn aber ſtieß einen Schrei aus und fuhr von dem Sopha, um das Zimmer zu verlaſſen.„Herr Hummel,“ rief der Doctor erſchrocken.

„Natürlich,“ verſetzte Hummel,„ich bin's, wer ſollte es auch ſonſt ſein?“ Er legte ein Packet auf den Tiſch. „Hier ſind zwanzigtauſend Thaler in ehrlichen Stadt⸗ obligationen und hier iſt eine Empfangsbeſcheinigung, die Sie beide unterſchreiben. Morgen laſſen Sie mir dafür eine Hypothek ausſtellen auf Ihr Haus, die Pa⸗ piere werden mir in Natura zurückgezahlt, denn ich will nicht zu Schaden kommen, der Cours iſt zu ſchlecht.