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Heut ſaß er an der geöffneten Pforte, ſah ſtolz nach dem Haus gegenüber, in welchem eine innere Be⸗ wegung erkennbar war, prüfte die Vorübergehenden und empfing würdig die Grüße und kurzen Anreden der Stadt. Der erſte Bekannte war Herr Wenzel, Rentier und ſein Gevatter, der ſeit vielen Jahren jeden Tag des Sommers und Winters denſelben Weg durch die Park⸗ wieſe machte, um in Transſpiration zu kommen. Es war das einzige feſte Geſchäft ſeines Lebens, und er ſprach deshalb auch von wenig Anderem.„Guten Tag, Hummel.“—„Guten Tag, Wenzel.“—„Iſt's geglückt?“ frug Herr Hummel.—„Es hat lange gedauert, aber es iſt geworden,“ ſagte der Rentier.„Ich darf nicht ſtehen bleiben, ich wollte nur fragen, wie geht’s mit dem drüben?“
„Wie ſo?“ frug Hummel ärgerlich.
„Du weißt nicht, daß ſein Buchhalter verſchwun⸗ den iſt?“
„Warum nicht gar!“ rief Hummel.
„Sie ſagen, er hat Börſengeſchäfte gemacht und iſt nach Amerika entwiſcht. Aber ich muß fort, es zieht längs den Häufern. Guten Tag.“ Der Rentier ent⸗ fernte ſich eilig.
Herr Hummel blieb in großem Erſtaunen zurück. „Guten Tag, Herr Hummel,“ weckte die Stimme des Stadtraths.„Ein warmer Tag, achtzehn Grad im Schatten. Sie haben doch gehört?“ er machte mit dem Stockknopf eine Bewegung nach dem Nachbarhauſe.


