Teil eines Werkes 
2. Th. (1864)
Entstehung
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werde, wenn es nicht möglich iſt die Handſchrift ſelbſt herbeizuſchaffen.“

Knips ſchwieg und ſtarrte auf den Sprechenden.

„Ich erſuche Sie,“ fuhr der Fürſt nachdrücklich fort,„Ihr bereits bewährtes Talent für dieſen Zweck in Thätigkeit zu ſetzen. Ihre Hilfe dabei müßte aller⸗ dings mein Geheimniß bleiben, denn ich möchte Herrn Werner gönnen, daß er ſelbſt das Vergnügen empfindet einen Fund zu machen. So iſt ja wohl der Ausdruck.“

„Es muß eine große Handſchrift ſein,“ ſtöhnte Knips.

„Ich fürchte,“ verſetzte der Fürſt nachläſſig,„ſie iſt längſt in Stücke zerriſſen. Nicht unmöglich, daß ſich einige zerſtreute Blätter irgendwo erhalte. haben.“

Der Magiſter ſtand wie vom Donner gerührt. „Es iſt ſchwer, den Profeſſor zu befriedigen.“

„Um ſo größer wird Ihr Verdienſt ſein, Verdienſt und Lohn.“

Knips blieb zuſammengeſunken ſtehen und ſchwieg.

„Iſt Ihre Zuverſicht geſchwunden, Herr Magiſter?“ ſpottete der Fürſt.„Es iſt doch nicht das erſte Mal, daß Ihnen ein ſolcher Fund gelingt.“ Er trat dem kleinen Mann näher.„Ich weiß etwas von früheren Proben Ihrer Kunſtfertigkeit, und ich bin über den Umfang Ihres Talentes durchaus nicht mehr in Zweifel.“

Knips fuhr zuſammen, aber er fand noch keine Worte.

„Im Uebrigen bin ich mit Ihrer Thätigkeit zufrieden,“