Teil eines Werkes 
2. Th. (1864)
Entstehung
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ſucht habe, wo nach gemeiner menſchlicher Vermuthung ein Schatz zu liegen keine Veranlaſſung hatte.“

„Die Ausſicht, welche Sie eröffnen, iſt jedenfalls für einen Ungeduldigen nicht tröſtlich,“ verſetzte der Fürſt, „denn das kann lange währen.“

„Generationen mögen ſchwinden,“ rief Knips,„aber die Gegenwart und Zukunft wird ſuchen, bis der Codex gefunden iſt.“

„Das iſt mir ein ſchlechter Troſt,“ lächelte der Fürſt,„und ich geſtehe, Herr Magiſter, Sie täuſchen durch dieſe Worte die heitere Erwartung, welche ich hegte, daß Ihre Spürkraft und Geſchicklichkeit mir recht bald das Vergnügen machen würde, das Buch in den Händen des Profeſſors zu ſehen, das Buch ſelbſt oder doch einen handgreiflichen Beweis ſeiner Exiſtenz. Ich bin Laie in all dieſen Sachen, und ich habe durchaus kein Urtheil über die Wichtigkeit, welche Sie der Ent⸗ deckung beilegen. Mir iſt es zur Zeit nur um einen Scherz zu thun, oder, ich wiederhole die Worte, welche Sie mir neulich vor den Miniaturen ſagten, um eine Neckerei.“

Ausdruck und Haltung des Magiſters veränderten ſich allmählig wie unter der Beſchwörung eines Zau⸗ berers, er ſank zuſammen, legte das Haupt auf die Achſel und ſah in ängſtlicher Spannung auf den Fürſten.

„Kurz geſagt, ich wünſche, daß Herr Werner recht bald auf eine ſichere Spur der Handſchrift geleitet