Teil eines Werkes 
2. Th. (1864)
Entstehung
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frohen Erde geglänzt, jetzt war ſie verſchwunden, ſchwere Wolken wälzten ſich wie unförmliche Waſſerſchläuche über der Stadt und dem Schloß. Der Fürſt holte tief Athem, aber die Gewitterluft preßte den Dampf aus den Eſſen des Schloſſes herab an ſein Fenſter und der Rauch fuhr wie ein grauer Nebel um ſein Haupt. Er riß die Thür der Gallerie auf, welche zu ſeinen Audienzzimmern führte, und ſchritt haſtig über den Teppich. An den Wänden hing eine Reihe Oelbilder, Köpfe ſchöner Frauen, denen der Fürſt einmal Beachtung geſchenkt hatte. Sein Blick irrte von der einen zur andern, am Ende der Reihe war noch ein leerer Platz, er blieb davor ſtehen und ſeine Phantaſie malte ein Bild hin mit blonden Haaren und einem treuherzigen bürgerlichen Licht in den Angen, rührend wie keines der andern Ge⸗ ſichter.

„So ſpät,“ klang es in ihm.„Es iſt die letzte Stelle, und es iſt das ſtärkſte Gefühl. Thoren, die uns ſagen, daß die Jahre gleichgültig machen. Wenn ſie mir begegnet wäre am anderen Ende,“ er ſah die Gallerie hinab, „bei dem Beginn meines Lebens, als ich noch vor einem Roſenſtrauch ſehnſüchtig an die Wangen des Mädchens dachte und durch den Geſang einer Grasmücke empfind⸗ ſam gerührt wurde, hätte damals ein ſolches Weib mir ſchützend erhalten, was ich für immer verlor.“

„Unnütze Frage, die um Vergangenes ſorgt. ☚☛ halten muß ich für die Gegenwart, was in de meiner Hand gekommen iſt. Der ſchwache Jü die d