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gewiſſen Iſolirung, dadurch aber helfen ſie uns die innere Freiheit bewahren.“ Ilſe ſah vor ſich nieder.
„Doch glauben Sie mir„“ fuhr der Fürſt fort, „auch wir bleiben Menſchen, mir möchten uns gern der Stunde warm hingeben, und mit Solchen, die uns werth geworden, zwanglos zuſammenleben. Wir müſſen uns oft reſigniren, und wir erleben Augenblicke, wo ſolche Entſagung ſehr ſchwer wird.“
„Aber innerhalb der hohen Familie fallen dieſe Rückſichten doch weg,“ rief Ilſe.„Der Vater und ſeine Kinder, die Geſchwiſter untereinander, dieſe heiligen Verhältniſſe dürfen niemals geſtört werden.“ M
Die Miene des Fürſten verfinſterte ſich.„Auch ſie leiden in der exponirten Stellung. Man lebt nicht zuſammen, man ſieht ſich weniger allein, und häufig von Andern beobachtet. Jeder kommt zum Andern aus ſeinem beſonderen Kreiſe von Intereſſen, aus einer Umgebung, die ihn beeinflußt, und die ihm vielleicht das Zutrauen zu ſeinen nächſten Verwandten mindert. Mein Sohn iſt Ihnen bekannt. Er hat alle Anlage zu einem gutherzigen offenen Menſchen, Sie werden bemerkt haben, wie argwöhniſch und verſteckt er ge⸗ worden iſt.“
Ilſe vergaß kluge Gedanken und fühlte ſich wieder ein wenig ſtolz als Vertraute..
„Verzeihung,“ rief ſie,„das habe ich nie gefunden, er iſt nur ſchüchtern und zuweilen ein wenig ungelenk.“
Der Fürſt lächelte.„Sie haben neulich eine An⸗ Freyta, Handſchrift. IZI. 28


