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Aber der neckende Geiſt, welcher ſich unter dem Schieferdache des Schloſſes einquartiert hatte, trieb nicht nur mit Hof und Dienerſchaft ſeinen Poſſen, er wagte auch den Profeſſor in gelehrter Arbeit zu ſtören.
Ilſe ſaß allein und betrachtete zerſtreut die Bilder zu Reinecke Fuchs, als der Lakei die Thür aufriß:„Des Fürſten Hoheit.“
Der Fürſt ſah über das aufgeſchlagene Bild des „Buches:„Das alſo iſt die Laune, mit welcher Sie unſere Zuſtände betrachten. Die Satire der Blätter iſt bitter, aber ſie enthalten eine unvergängliche Wahrheit.“
Ilſe ſchloß erröthend das Buch.„Die unartigen Thiere ſind rohe Egoiſten, das iſt bei Menſchen doch anders.“
„Meinen Sie?“ frug der Fürſt.„Wer darüber Erfahrungen gemacht hat, wird nicht ſo wohlwollend urtheilen. Die zweibeinigen Thiere, welche ihre Zwecke in der Nähe des Herrſchers verfolgen, ſind in der Mehr⸗ zahl ebenſo rückſichtslos in ihrem Egoismus und ebenſo geneigt, ihre Anhänglichkeit zu betheuern. Es iſt niiht leicht, ihre Anſprüche zu bändigen.“
„Neben einzelnen Argen bilden doch Beſfere die Mehrzahl, bei denen das Tüchtige überwiegt,“ wandte Ilſe mit bittender Stimme ein.
Der Fürſt neigte artig das Haupt.„Wer Alle überſehen ſoll, muß die Beſchränktheit jedes Einzelnen lebhaft empfinden, denn er muß wiſſen, wo und wie weit er ihm vertrauen darf. Solche Beobachtung frem⸗


