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eine Tapetenthür. Dem Lakaien fiel die Leuchte aus der Hand, der Hofmarſchall tappte im Finſtern bis zum Vorzimmer des Prinzen und ſank dort auf das Sopha. Als der Prinz aus ſeiner Garderobe eintrat, fand er die Hofcharge in einem Zuſtand der höchſten Alte⸗ ration, ſelbſt ein Glas Punſcheſſenz, welches er ihm
eigenhändig eingoß, vermochte den Gebeugten nicht auf⸗
zurichten. Die Kunde, daß die ſchwarze Dame erſchie⸗ nen ſei, flog durch alle Räume des Schloſſes, die bange Erwartung eines Unheils beſchäftigte den Hofſtaat und die Dienerſchaft. Die Lakaien liefen des Abends im Schnellſchritt durch die Corridore und erſchraken vor dem Wiederhall ihrer eigenen Tritte, die Hofdamen woll⸗ ten ihre Zimmer gar nicht mehr ohne Begleitung ver⸗
laſſen. Auch der Fürſt erfuhr davon, er zog die Augen
finſter zuſammen und ſah bei der Tafel verächtlich nach
dem Hofmarſchall hinüber..
Sogar die Hofdamen blieben nicht verſchont. Fräu⸗ lein von Loſſau, welche in dem Damenſchloß, einem Flügel des Palais, über den Zimmern der Prinzeſſin wohnte, kam zur Nacht in der glücklichſten Stimmung nach ihrer Wohnung. Prinz Victor hatte ſie auffallend ausgezeichnet, er war ſehr drollig geweſen und hatte ihr dabei einige Mal Gefühl gezeigt, das bei ihm ſelten durchbrach. Sie ließ ſich von ihrem Mädchen entkleiden, und legte ſich unter anmuthigen Gedanken auf ihrem Lager zurecht, Alles wurde ſtill, ſie ſank in den erſten Schlummer, das Bild des Prinzen gaukelte im Con⸗


