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Abends, wenn ſeine Herrſchaft im Theater war, ſah man ihn zuweilen neben dem Diener des Prinzen in geräuſchloſer Unterhaltung auf einer Gartenbank.
An die Wände des Pavillons heftete der Geiſt trü⸗ ber Ahnung ſeine grauen Schleier, im Fürſtenſchloß aber wirthſchaftete unterdeß ein unſichtbarer Kobold an⸗ derer Art, Große und Kleine verſtörend.
Der Stall war in Beſtürzung. Das liebſte Reit⸗ pferd des Fürſten war ein weißer Ivenacker. Als der Reitknecht am Morgen zu dem Pferde trat, fand er ihm auf der Bruſt ein großes ſchwarzes Herz gemalt. Die ſchändende Farbe ließ ſich nicht abwaſchen, wahrſchein⸗ lich hatte der Böſewicht eine Tinctur, welche für das Haupthaar der Menſchen erſonnen war, zu dieſem Fre⸗ vel angewendet. Die Sachverſtändigen erklärten, nur die Zeit könne den Schaden heilen. Es war unver⸗ meidlich, dem Fürſten Anzeige zu machen, der Herr ge⸗ rieth in heftigen Zorn, ſtrengſte Unterſuchung wurde angeſtellt. Die Nachtwache des Stalles hatte Niemand geſehen, kein fremder Fuß hatte den Raum betreten, nur der Reitknecht des Prinzen, ein ſchnauzbärtiger Kunde aus fremdem Volk, hatte zugleich mit der übrigen Stall⸗ bedienung ein Pferd ſeines Prinzen beſorgt, welches dieſer vor Kurzem von einem Verwandten zum Geſchenk erhalten. Der Mann wurde verhört, er ſprach wenig deutſch, war nach der Ausſage des übrigen Perſonals harmlos und einfältig, es war durchaus nichts auf ihn
zu bringen. Zuletzt wurde der Stallknecht, welcher die


