Teil eines Werkes 
2. Th. (1864)
Entstehung
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„Ich bin wieder in der unangenehmen Lage,“ ent⸗ gegnete der Doctor,„Sie durch Ihre eigenen Thaten widerlegen zu müſſen. Sie ſelbſt haben mir geſtern die Ehre einer Artigkeit erwieſen. Da Sie mir als perſönliches Zeichen Ihres Wohlwollens ein Tuch ge⸗ ſchenkt haben, worauf ich, der ich nicht Ihr Mitgevatter bin, gar keinen Anſpruch hatte, ſo darf auch ich ſagen, was dem Einen recht iſt, iſt dem Andern billig. Und grade Sie werden gar nichts einwenden dürfen, wenn ich dieſe Handſchuhe in Ihr Haus ſende.“

Hummel lachte.„Alle Hochachtung, Herr Doctor; Sie haben nur vergeſſen, daß Vater und Tochter nicht ganz daſſelbe ſind. Ich habe nichts dagegen, daß Sie mir gelegentlich ein Geſchenk machen, wenn Sie dieſem Triebe nicht widerſtehen können. Ich werde mir dann überlegen, was ich Ihnen dagegen zuſchicken kann. Und wenn Sie alſo meinen, daß dieſe Handſchuhe für mich paſſend ſind, ſo will ich ſie als eine Ausgleichung zwi⸗ ſchen uns beiden behalten. Und wenn ich einmal mit Ihnen zuſammen Pathe ſtehen ſollte, werde ich ſie über meine Daumen ziehen und Ihnen vorzeigen.“

„Ich habe ſie Ihnen als Eigenthum Ihrer Tochter übergeben,“ erwiederte Fritz mit Haltung,„wie Sie wei⸗ ter damit verfahren, darüber ſteht mir keine Entſchei⸗ dung zu, nur ein Wunſch.“

„So iſt es recht, Herr Doctor,“ ſtimmte Hummel bei,„die Sache iſt zur Zufriedenheit aller Betheiligten abgemacht, und wir ſind mit einander zu Ende.“

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