Teil eines Werkes 
2. Th. (1864)
Entstehung
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„Noch nicht ganz,“ verſetzte der Doctor.„Was jetzt kommt, iſt allerdings eine Forderung an Sie. Auch Fräulein Laura hat als meine Gevatterin mir ein Tuch beſtimmt und überſandt. Das Tuch iſt nicht in meine Hände gekommen, ich habe unzweifelhaft das Recht, auch dieſes Tuch als mein Eigenthum zu betrachten, und ich erſuche Sie ergebenſt, die Zuſendung zu bewirken.“

„Oho,“ rief Hummel, und der Bär in ihm regte ſich.„Das ſieht aus wie Trotz, und darauf gebührt eine andere Sprache. Mit meinem Willen erhalten Sie das Tuch nicht, es iſt meiner Tochter zurückgegeben, und wenn ſie es Ihnen noch einhändigt, handelt ſie als ein ungehorſames Kind gegen das Gebot ihres Vaters.“

„Dann alſo iſt meine Abſicht, Sie zum Widerruf dieſes Verbotes zu veranlaſſen,“ verſetzte der Doctor nachdrücklich.„Sie haben, wie ich geſtern zufällig be⸗ merkte, die überſandten Handſchuhe mit anderen ver⸗ tauſcht, welche bei Fräulein Laura den Glauben anregen mußten, daß ich ein unverſchämter und ſ chaler Spaßmacher ſei. Solche hinterliſtige Kränkung eines Fremden, ſelbſt wenn er ein Gegner wäre, ziemt keinem redlichen Mann.“

Hummels Augen wurden groß und er trat einen Schritt zurück.„Alle Wetter,“ brummte er,„iſt ſo et⸗ was möglich? ſind Sie der Sohn ihres Vaters? ſind Sie Fritz Hahn, der junge Humboldt? Sie können ja grob ſein wie ein Bürſtenbinder.“

„Nur wo es nöthig iſt,“ verſetzte Fritz.„Ich habe

mir in meinem Verhalten gegen Sie nie einen Mangel